Best Of Elektornik
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2. Bauformen

2.1 Luftspulen

Ein leitfähiger Draht wird entweder freitragend oder auf ein nicht ferromagnetisches Material aufgewickelt.
Der Vorteil von Luftspulen ist ihre Linearität, d.h. ihre Induktivität ist unabhängig vom Strom. Für hohe Induktivitätswerte benötigt man sehr viele Windungen, d.h. eine große Drahtlänge. Dies bedeutet widerum einen nicht unwesentlichen ohmschen Widerstand.
Einen kleineren Widerstand erreicht man durch einen größerer Drahtdurchmesser, wodurch die Streuverluste steigen. Um den entgegenzuwirken benötigt man zusätzliche Wicklungen, wodurch Volumen und Masse steigen.

2.2 Spule mit Kern

Für größere Induktivitäten braucht man Spulenkerne mit µr deutlich größer 1.

2.2.1 Kerne aus Eisenblech

Sie bestehen aus geschichteten Blechen, die gegeneinander isoliert sind, um Wirbelstromverluste gering zu halten. Sie sind bis ca. 20kHz geeignet, trotzdem aber zu große Verluste.

Induktivitätsbereich: 0,1-10H.

2.2.2 Hochfrequenzeisenkerne

Eisenpulver wird mit flüssigem Kunststoff vermengt => die Pulverteilchen sind weitgehend von einander isoliert => sehr geringe Wirbelströme

Induktivitätsbereich: 0,000001-0,01H.

2.2.3 Ferritkerne

Ferrite sind keramische Stoffe aus nichtleitenden Metalloxiden (hohes µ, aber elekt. nicht leitfähig). HF Tauglichkeit noch etwas besser als bei Eisenpulverkernen.

Weitere Infos über Spulen finden Sie hier