Best Of Elektornik
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Einphasen-Reihenschlussmotor

Da Ankerstrom und Erregerstrom stets gleich sind, bleibt die Drehrichtung auch dann gleich wenn die Spannung umgepolt wird. Das heißt, wird eine Wechselspannung an den Motor angelegt, so ergibt sich ein Drehmoment, dass mit doppelter Netzfrequenz um seinen Mittelwert schwankt. Auf Grund der Massenträgheit stellt sich ein Mittleres Drehmoment ein. Ein Nebenschlussmotor eignet sich hierfür nicht, da durch die unterschiedlichen Wicklungsinduktivitäten eine hohe Phasenverschiebung zwischen den Strömen besteht und der Motor somit viel Blindleistung aufnimmt.

Reihenschlussmotoren werden bis cirka 1KW in sehr großer Zahl eingesetzt, für Elektrowerkzeuge, Haushaltsgeräte etc. Für größere Leistungen müssen wiederum Wendepole und Kompensationswicklungen vorgesehen werden, allerdings erzeugt die Selbstinduktionsspannung die beim Betrieb mit Wechselstrom auftritt, ein erhöhtes Bürstenfeuer. Dieses kann durch Reduzieren der Netzfrequenz reduziert werden (16 2/3 Hz). Der Reihenschlussmotor ist wiederum über die Höhe der Spannung drehzahlregelbar (Phasenanschnittsteuerung).

Ein Nachteil des Reihenschlussmotors ist das Durchgehen wenn keine Last vorhanden ist. Falls dieser Betriebsfall auftreten kann, so kann durch Parallelschalten eines Widerstands zur Ankerwicklung dies verhindert werden (Barkhausenschaltung).

Kondensatormotor

Ist ein Zweiphasendrehfeldmotor, wobei die 2. Phase durch eine 90° Phasenverschiebung des Stromes über einen Kondensator erzeugt wird.

Je nach Schalterstellung ist der Kondensator einmal zu L1 in Serie und einmal zu L2. Somit kann die Drehrichtung geändert werden. Der Läufer besteht meistens aus einem Dauermagneten (Synchronmotor), kann aber auch als Kurzschlusskäfig (Asynchron) Motor ausgeführt werden. Er wird häufig für geringe Leistungen mit wenigen Watt gebraucht. Verwendung: zum Antrieb für Nockenschaltwerken (z.B. Programmsteuerung von Waschmaschinen) als Betriebsstundenzähler oder ähnliches.

Spaltpolmotor

Die beiden senkrecht aufeinander stehenden Feldkomponenten werden durch einen asynchron gespaltenen Hauptpol erzeugt. Ein Teil des Feldes liefert der Hauptpol selbst, der zweite Teil wird durch den Kurzschlussring im Spaltpol erzeugt. Dieser ist, da er durch Induktion erzeugt wird, 90° Phasen verschoben. Da das Spaltpolfeld schwächer ist, als das Hauptfeld, entsteht ein elliptisches Drehfeld. Daher haben Spaltpolmotoren einen schlechten Wirkungsgrad. Sie sind aber in der Herstellung billig und werden daher für untergeordnete Anwendungen verwendet. z.B.: Laugenpumpen in Waschmaschinen, Lüfter. Die Drehrichtung ist nicht umschaltbar so läuft immer von Haupt zu Spaltpol. Der Läufer kann wiederum als Synchron oder Asynchron ausgeführt werden.

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