Best Of Elektornik
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Allgemein:

Klassische Gleichstrommotoren besitzen eine mechanische Kommutierungseinrichtung. Diese bringt folgende Nachteile mit sich:

  • Begrenzte Lebensdauer durch Verschleiß
  • Kontaktprobleme bei kleineren Spannungen
  • Elektromagnetische Störungen (Bürstenfeuer)
  • Erhöhte Laufgeräusche

Die Kommutierung des Motors kann entfallen, wenn statt des räumlich feststehenden Erregerfeldes, ein rotierendes Feld erzeugt wird. Dieses muss so gesteuert werden, dass es immer senkrecht auf dem Ankerfeld steht. Dann kann das Ankerfeld einen konstanten Wert haben (Dauermagnetläufer) und der Motor zeigt dasselbe Verhalten wie ein Gleichstrommotor. Für die Erzeugung des Erregerfeldes ist eine entsprechende Ansteuerelektronik notwendig. Daher die Bezeichnung elektronisch kommutierter Gleichstrommotor oder Bürstenloser Gleichstrommotor.

Der Stator besteht aus einer Drehfeldwicklung, wobei die Wicklungsstränge in Abhängigkeit von der Rotorstellung ein und ausgeschaltet werden. Die Ermittlung der Rotorposition erfolgt durch Magnetfeldsensoren (Feldplatten [MDR], Hallsensoren

Anwendungen:

Festplatten, CD-Laufwerk

Scheibenläufer CD Laufwerk, Festplatten

Mitte der 80er Jahre haben die elektrisch kommutierten Gleichstrommotoren auch Einzug in die Servoantriebstechnik gehalten. Durch entsprechende Magnetwerkstoffe (Samarium-Kobalt Legierungen) konnten erstmals Leistungen bis 30KW erzeugt werden. Der Aufbau solcher Servomotoren ist ähnlich dem eines Synchronmotors. Aufgrund der hohen Dynamik wird wider rum eine schlanke Bauform eingesetzt. Die Ansteuerung erfolgt über eine B6-Brückenschaltung. Diese Motoren (AC-Servo) haben die klassischen Gleichstromservoantriebe (DC-Servo) Größtenteils verdrängt.

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